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PASADENA, CALIFORNIA - OCTOBER 10: Heidi Klum attends NBC's

Heidi Klum: Das Model hat sich zu Behauptungen rund um Jeffrey Epstein geäußert. Bild: Getty Images/ Presley Ann

Heidi Klum dementiert Gerüchte über angeblichen Flug mit Jeffrey Epsteins Privatjet

US-Milliardär Jeffrey Epstein soll über Jahrzehnte Dutzende Minderjährige missbraucht und zur Prostitution gezwungen haben. 2008 war er einem Bundesverfahren entgangen, indem er sich auf eine Vereinbarung mit der Staatsanwaltschaft eingelassen hatte. Der Geschäftsmann bekannte sich damals teilweise schuldig und bekam eine milde Haftstrafe. 2019 wurde er in New York erneut angeklagt und beging kurz danach in seiner Gefängniszelle Suizid. Seine enge Bekannte Ghislaine Maxwell soll von Epsteins Machenschaften gewusst haben, bei der Rekrutierung von jungen Frauen für seinen angeblichen Sex-Ring soll sie teilweise seine Komplizin gewesen sein. In rund einem Jahr startet ihr Prozess.

Auch Prinz Andrew, der jahrelang mit Maxwell und Epstein verkehrte, soll mit in den Fall verwickelt sein. Eines der mutmaßlichen Opfer, Virginia Giuffre, sagte, sie sei als 17-Jährige zwischen 2001 und 2002 bei Epstein-Partys dreimal zum Sex mit Andrew gezwungen worden. Der 60-Jährige bestreitet die Vorwürfe vehement.

FILE - In this Aug. 27, 2019, file photo, Virginia Roberts Giuffre, a sexual assault victim, speaks in New York. Newly unsealed court documents provide a fresh glimpse into a fierce civil court fight between Jeffrey Epstein's ex-girlfriend, Ghislaine Maxwell, and one of the women who accused the couple of sexual abuse.
The documents released Thursday, July 30, 2020, were from a now-settled defamation lawsuit filed by one of Epstein's alleged victims, Giuffre. (AP Photo/Bebeto Matthews, File)

Virginia Giuffre: Das mutmaßliche Opfer von Prinz Andrew hat eine Zivilklage angestrebt. Bild: AP Photo/Bebeto Matthews

Wie Gerichtsdokumente nun zeigen, hatte Giuffre in einem früheren Prozess behauptet, dass sie Heidi Klum damals im Privatjet von Epstein gesehen hätte. In einer Abschrift eines Telefoninterviews von 2011 zwischen Virginia und ihren Anwälten lässt sich laut "E! News" die Behauptung nachlesen.

Heidi Klum und ihr Anwalt weisen diese Vorwürfe allerdings zurück.

Klums Rechtsvertreter sagte dem Portal zu den enthüllten Gerichtsdokumenten:

"Jeder Hinweis auf Heidi Klum im Zusammenhang mit Jeffrey Epstein ist völlig falsch. Der Name und die Initialen von Heidi Klum fehlten in allen veröffentlichten Flugprotokollen. Viele hochkarätige Personen sind aufgeführt, aber Frau Klum ist keine von ihnen. Die Erklärung ist einfach: Sie war noch nie in einem Flugzeug von Epstein. Und das liegt daran, dass sie Epstein nicht kannte und nie auf seiner Insel war."

Zur Erklärung: Auf Epsteins Karibikinsel Little St. James sollen regelmäßig Orgien gefeiert worden sein, teils mit minderjährigen Gästen.

July 2, 2020: Left: 2017 photo, provided by the New York State Sex Offender Registry, of JEFFREY EPSTEIN. Right: A 1991 file photo of British socialite GHISLAINE MAXWELL, 58, arriving at Epsom Racecourse. Maxwell, longtime Epstein girlfriend of the accused deceased sex-trafficker, arrested Thursday, charged by New York federal prosecutors with six counts for alleged role in recruiting and abusing underage girls in his sex-trafficking ring. Federal prosecutors hinted that the criminal case wont end with the indictment. She was arrested by the FBI on charges she helped procure underage sex partners for the financier. New York USA - ZUMAs70_ 20200702_zan_z03_035 Copyright: xNYxStatexSexxOffenderxRegisterx

Jeffrey Epstein und Ghislaine Maxwell: Die beiden sollen in der High Society bestens vernetzt gewesen sein. Bild: imago images/ ZUMA Wire

Das sagt Heidi Klum zu den Vorwürfen

Gegenüber dem "People"-Magazin erklärte sich Heidi zudem selbst. Sie sagte: "Ich habe die Nachrichten gesehen und festgestellt, dass ich fälschlicherweise als Passagier auf einem der Flüge von Herrn Epstein genannt wurde. Ich kannte Herrn Epstein nicht und war daher nie in seinen Flugzeugen, in seinen Häusern oder auf seiner Insel." Und weiter:

"Ich äußere mich, weil ich nicht fälschlicherweise mit Epstein und der schrecklichen Geschichte, die ihn umgibt, in Verbindung gebracht werden möchte."

Die 47-Jährige fügt hinzu: "Ich bin auf der Seite der Opfer, die sich so tapfer gemeldet haben und ich möchte auch, dass die Wahrheit ans Licht kommt und die Gerechtigkeit siegt."

Der Fall Epstein und Maxwell ist unter anderem deshalb so brisant, weil die beiden in der US-High-Society bestens vernetzt waren. Epstein hatte zeitweise ein enges Verhältnis zum ehemaligen Präsidenten Bill Clinton und dem amtierenden US-Staatsoberhaupt Donald Trump.

Auf Veranstaltungen wurde er immer wieder mit Prominenten gesichtet – ebenso wie Maxwell. Die war tatsächlich bei Heidi Klums erster Halloween-Party im Jahr 2000 zu Gast. Auch Prinz Andrew tauchte dort auf, ein gemeinsames Foto kursiert nach wie vor im Internet. Heidis Vater Günther Klum sagte auf Anfrage der "Bild" im vergangenen Jahr zu der Diskussion, wie eng der Kontakt von Heidi und Epstein gewesen sei, dass er sie nie zusammen erlebt habe. Und weiter: "Ich weiß auch nur das, was ich dazu in der Zeitung lese."

(iger)

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