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In der zweiten Ausgabe von "The Masked Singer" wurde "Fledermaus" Franziska Knuppe enttarnt. Bild: Screenshot ProSieben

Interview

"The Masked Singer": Fledermaus Franziska Knuppe – darum erkennen Kandidaten sich nicht

Eine Fachjury und die "The Masked Singer"-Twitter-Community davon zu überzeugen, dass man Lena Meyer-Landrut sein könnte – das muss man erst einmal schaffen. Doch in der zweiten Ausgabe der ProSieben-Gaga-Show stand fest: Nicht die Sängerin, sondern Model Franziska Knuppe steckte im Fledermauskostüm.

Nach ihrem Ausscheiden sprach die 45-Jährige mit watson über den schmeichelhaften Vergleich und warum sie selbst backstage keinen ihrer Kollegen erkennen konnte.

watson: Franziska, viele "The Masked Singer"-Fans und Teile des Rateteams haben dich für Lena Meyer-Landrut gehalten. Was denkst du über diesen Vergleich?

Franziska Knuppe: Ich habe mich total geehrt gefühlt, als das gesagt wurde. Ich habe aber jetzt den Drang, mich bei Lena zu entschuldigen, weil ich keine professionelle Sängerin bin und sie so viel besser klingt. Ich hoffe also, dass Lena nicht beleidigt ist, weil mein Gesang für ihren gehalten wurde (lacht)!

Nach der Enthüllung warst du sehr aufgeregt. Wie geht es dir mittlerweile?

Das stimmt und das hat man bei meinem Auftritt ohne Maske dann auch gesehen. Mit der Zeit ist diese Anspannung aber von mir abgefallen, ich habe direkt im Anschluss an die Show erste Interviews gegeben, der Adrenalinspiegel fuhr runter und dann überwog nur noch der Spaß, den ich bei der ganzen Sache hatte. Schon der Auftritt ohne diesen schweren Kopf hat geholfen – ich konnte dem Rateteam endlich richtig in die Augen blicken und für sie singen, das hat davor nicht gut funktioniert. Durch die winzigen Schlitze konnte ich kaum etwas erkennen.

Franziska Knuppes Enthüllung könnt ihr hier noch einmal sehen:

abspielen

Video: YouTube/The Masked Singer

Apropos: Dein Kumpel Rea Garvey hat dich sofort erkannt – woran hat er es deiner Meinung nach festgemacht?

Er kennt meine Stimme und mir war klar, dass er deshalb sehr schnell auf mich kommt. Ich bin keine professionelle Sängerin und konnte daher meine Stimme nicht verstellen, so wie es Stefanie Heinzmann gemacht hat.

"Es kam gar nicht erst der Verdacht auf, dass ich bei 'The Masked Singer' mitmachen könnte"

Auf Instagram hast du auch an Show-Tagen gepostet. Was hast du noch getan, um alle zu verwirren?

Tatsächlich musste ich gar nichts groß weiter unternehmen. Da ich durch meinen Job permanent unterwegs bin, kam gar nicht erst der Verdacht auf, dass ich bei "The Masked Singer" mitmachen könnte. Und als ich zu den Proben bin, hat das auch niemand in meinem Umfeld hinterfragt. Sie sind daran gewöhnt, dass ich viele Termine habe. Nach der ersten Show, als mein Name erstmals aufkam, gab es natürlich einige Freunde, die mir eine SMS geschickt und nachgefragt haben.

Was hast du ihnen gesagt?

Einfach nur, "Quatsch, ich bin zu Hause, wie kommt ihr denn da drauf?" Und dann haben sie mich auch in Ruhe gelassen. Ich denke, sie haben sich dann selbst ihre Meinung gebildet, ob ich nun Kandidatin bin oder nicht.

Aber richtig jemanden anlügen musstest du nicht?

Nein, und ich glaube, bei mir lag durch meinen Job die Vermutung auch nicht nahe. Professionelle Sänger müssen sich viel mehr Mühe geben, nicht enttarnt zu werden.

Warum wolltest du ursprünglich eigentlich bei der Show dabei sein?

Ich musste schon über meinen eigenen Schatten springen, aber ich wachse gerne über mich hinaus, mag Herausforderungen und wollte etwas Neues ausprobieren. Ich mache sonst wenige Spielshows im TV und halte mich eher im Hintergrund. Aber "The Masked Singer" hat mich überzeugt. Ich fand die erste Staffel so toll und ich bin wirklich stolz, dass ich mitgemacht habe. Wir hatten hier ein klasse Team, tolle Gesangstrainer und ich hatte sehr viel Spaß!

17.03.2020, Nordrhein-Westfalen, Köln: HANDOUT - Franziska Knuppe, Model, steht als enttarnte Figur

Franziska Knuppe mit ihrer Fledermaus-Maske. Bild: dpa / Willi Weber

"Backstage ist nicht viel zu erkennen!"

Rea Garvey hat dich blitzschnell erkannt – hattest du bei einem der anderen Kandidaten auch so eine Eingebung?

Ehrlich gesagt stehe ich total auf dem Schlauch! Ich habe die anderen Kandidaten, so gut es ging, beobachtet und hatte viel Spaß daran, die Dinge zu analysieren. Heißt: Wie groß ist diese Person, wie ist die Figur, verrät die Bewegung irgendetwas? Aber es ist eigentlich unmöglich.

Warum das?

Wir alle tragen backstage ja schwarze Jogginganzüge und auch Sichtschutz-Masken, da ist nicht viel zu erkennen. Und die anderen bleiben auch immer in ihren Rollen, das Faultier schlurft zum Beispiel herum und der Hase zappelt ganz aufgeregt in der Gegend herum.

Kannst du uns noch einmal die Hinweise aus den Videos entschlüsseln?

Im ersten Clip war ein Schaukelstuhl zu sehen, der bei mir zu Hause steht und der auch schon einmal auf meinem Instagram-Account zu sehen war und ich habe in den Kommentaren gesehen, dass den tatsächlich auch jemand erkannt hat. Das Bild von Friedrich dem Großen, dem König von Preußen, ist eine Anspielung auf meinen Wohnort Potsdam. Dann gab es noch eine Schaufensterpuppe mit einem Stethoskop zu sehen – meine Mutter ist Kinderärztin. Die Bedeutung des Bootes aus dem zweiten Hinweisvideo hat Rea bereits entschlüsselt. Und die Take-That-Fan-Tasse beruft sich auf meine Teeniezeit, ich war großer Boygroup-Fan!

Wie geht es nach "The Masked Singer" für dich weiter, hast du jetzt vielleicht doch Show-Blut geleckt?

So viel Spaß es auch gemacht hat, werde ich den Fokus doch auf meinen eigentlichen Beruf setzten. Aber in ein paar Tagen kommt noch eine große Beauty-Kampagne für einen großen Konzern mit mir heraus, da kann ich noch einmal eine andere Seite von mir zeigen und das freut mich sehr. Abgesehen davon, werde ich angesichts der momentanen Lage die nächste Zeit mit meinem Mann zu Hause bleiben – so wie wir alle hoffentlich.

ProSieben zeigt "The Masked Singer" immer dienstags um 20.15 Uhr.

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