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LONDON, ENGLAND - JULY 10:  (L-R)  Queen Elizabeth II, Meghan, Duchess of Sussex and Prince Harry, Duke of Sussex watch the RAF flypast on the balcony of Buckingham Palace, as members of the Royal Family attend events to mark the centenary of the RAF on July 10, 2018 in London, England.  (Photo by Chris Jackson/Chris Jackson/Getty Images)

Unter den strengen Augen der Queen: Harry und Meghan. Bild: Getty Images/ Chris Jackson

Gerichtsdokumente offenbaren, wie Meghan sich von Familie im Stich gelassen gefühlt hat

Seit dem Frühjahr haben sich Meghan und Harry aus dem engeren Kreis der Royals zurückgezogen. Das Paar lebt mittlerweile mit dem einjährigen Sohn Archie in Los Angeles. Doch um die kleine Familie ist es nicht ruhiger geworden. Im Oktober hatte die 38-jährige ehemalige Schauspielerin eine Klage gegen die Zeitung "Mail on Sunday" eingereicht, nachdem in dieser ein handgeschriebener Brief von ihr an ihren Vater Thomas Markle veröffentlicht worden war. Der Grund für die Klage: Meghan warf dem Verlag Missbrauch privater Informationen, Verstoß gegen das Urheberrecht und Verstoß gegen das Datenschutzgesetz vor.

Die Zeitung will das private Dokument damals veröffentlicht haben, um zu beweisen, dass das Verhältnis zwischen Vater und Tochter tatsächlich zerrüttet sei. Doch die Anwälte von Meghan ließen diese Ausrede nicht gelten. Die Veröffentlichung sei "Teil einer Kampagne dieser Mediengruppe, falsche und absichtlich herabwürdigende Geschichten über sie und ihren Ehemann zu veröffentlichen."

Im Zuge der Klage wurden nun neue brisante Aussagen der Herzogin bekannt, die zeigen, wie kritisch das Verhältnis von Meghan zur royalen Familie wirklich ist. Zudem greift sie auch Harrys Cousinen Prinzessin Beatrice und Prinzessin Eugenie an, die im Gegensatz zu ihr trotz ihres Royal-Status sehr wohl eine bezahlte Arbeit hätten ausüben dürfen.

Meghan wehrt sich gegen Vorwürfe

Königshaus-Kenner wissen: Das Verhältnis zwischen Meghan und der royalen Familie gilt schon seit Langem als sehr angespannt. Von Anfang an soll sie sich in ihrer royalen Rolle nicht wohlgefühlt haben. Zudem kamen immer wieder Vermutungen auf, dass Kate und Meghan einen regelrechten Zickenkrieg geführt hätten. In einem Interview mit dem britischen Sender ITV sagte die gebürtige US-Amerikanerin:

"Ich hatte keine Ahnung. Als ich Harry zum ersten Mal traf, waren meine US-Freunde so aufgeregt und glücklich, weil ich glücklich war. Aber meine britischen Freunde meinten, ich solle das nicht machen, weil die britische Presse mein Leben zerstören wird. Und weil ich Amerikanerin bin, war ich sehr naiv und hab es nicht kapiert."

Prinz Harry publizierte damals sogar einen offenen Brief und sprach von einer "skrupellosen Kampagne", die gegen seine Frau geführt werde: "Die Zeitung hat in absichtlich zerstörerischer Weise bestimmte Absätze, Sätze und Wörter aus Meghans Brief weggelassen, um die Lügen zu vertuschen, die das Blatt seit mehr als einem Jahr über Meghan verbreitet hat. Das Ziel ist vielmehr, Leser der Zeitung zu manipulieren und Zwietracht zu säen." Doch nun zeigen Gerichtsunterlagen, wie Meghan sich tatsächlich in der royalen Familie gefühlt haben soll.

Wie mehrere Medien, darunter "E News", "BBC" und die "Sun" einstimmig berichten, offenbaren neue Dokumente, dass sich die Herzogin von Sussex tatsächlich "nicht geschützt von der königlichen Familie" gefühlt habe. Meghans Anwälte sollen mitgeteilt haben, dass sie und ihre Freunde sich zum Schweigen verpflichtet gefühlt hätten. In den Gerichtsdokumenten ist auch die Rede von einem Interview, das Freundinnen von Meghan einem US-Magazin gegeben hätten. Dort heißt es:

"Meghan war Gegenstand einer großen Anzahl falscher und schädlicher Artikel der britischen Boulevardmedien, die Schäden an ihrer mentalen Gesundheit verursacht hatten."

CAPE TOWN, SOUTH AFRICA - SEPTEMBER 24: Meghan, Duchess of Sussex and Prince Harry, Duke of Sussex visit Waves for Change, an NGO, at Monwabisi Beach on September 24, 2019 in Cape Town, South Africa. Waves for Change supports local surf mentors to provide mental health services to vulnerable young people living in under resourced communities. (Photo by Chris Jackson - Pool/Getty Images)

Meghan und Harry: Die beiden wurden mit verschiedenen Anschuldigungen konfrontiert. Bild: Getty Images/ Chris Jackson

Ihre Freunde seien zu Recht um ihr Wohlergehen besorgt gewesen, insbesondere als sie schwanger war. Von der Institution sei Meghan nicht beschützt worden und sie hätte sich nicht verteidigen dürfen.

Meghan greift Prinzessin Beatrice und Prinzessin Eugenie an

Ein weiterer wichtiger Punkt sei, dass Meghan und Harry ihre finanzielle Unabhängigkeit anstrebten. Das sei ihnen als Repräsentanten des britischen Königshauses verwehrt worden. Der Grund: Als Senior-Mitglieder der britischen Krone dürfen sie kein eigenes Geld verdienen, sondern sie sollen sich gemeinnützigen Organisationen widmen. In den Gerichtsdokumenten wehrte sich Meghan nun und stellte klar: "Das ist falsch, da mehrere Mitglieder der königlichen Familie bezahlte Arbeit leisten."

Dazu würden zum Beispiel Prinzessin Beatrice und Prinzessin Eugenie zählen. Beatrice arbeitet in den Bereichen Finanzen und Beratung, Eugenie ist Direktorin einer Londoner Kunstgalerie. Zudem stellte die 38-Jährige klar, dass die hohen Sicherheitskosten von rund 35 Millionen Euro für ihre Hochzeit im Mai 2018 durch Tourismuseinnahmen längst ausgeglichen worden seien. Im Zuge des Spektakels wurde nämlich (nach Meghans Angaben) allein über eine Milliarde umgesetzt.

Der Rechtsstreit wird im Übrigen von Harry und Meghan privat finanziert. Sollten sie den Prozess verlieren, wollen sie den Aufwand mit einer Spende an eine Wohltätigkeitsorganisation, die sich gegen Mobbing einsetzt, wieder gut machen. Im Mai musste Meghan schon einen ersten Rückschlag hinnehmen: Das Gericht entschied bereits, dass drei Elemente von ihrem Fall "rechtlich irrelevant, unzureichend erläutert und unverhältnismäßig" wären. Dabei ging es unter anderem darum, dass Meghan der Zeitung vorwarf, eine Agenda mit beleidigenden Inhalten gegen sie zu führen.

(iger)

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