ARCHIV - 24.09.2017, Bayern, M

Stefan Raab produziert die Show "Täglich frisch geröstet" – kommende Woche endet die Sendung. Bild: dpa / Matthias Balk

"Täglich frisch geröstet" kurz vorm Aus: Knossis vorletzte Gäste bringen Raab zum Weinen

Jens "Knossi" Knossalla muss sich diesen Monat von seinem großen Traum wieder verabschieden: Ende Januar übernahm der Twitch-Star zweimal wöchentlich als fester Moderator die Late-Night-Show "Täglich frisch geröstet". Der Clou an der Sendung: Sie wurde vom Entertainer-Urgestein Stefan Raab produziert – der ehemalige "TV Total"-Host ist das Idol und Vorbild von Knossi. Kommende Woche am 18. Mai wird die letzte Folge des Formats auf RTL zu sehen sein.

Von Anfang an sei das so geplant gewesen, die Show glänzte allerdings nicht gerade mit guten Quoten, wodurch RTL offenbar auch keine Anstalten machte, die Sendung zu verlängern. Für Knossi und Raab heißt das, dass der Arbeitsvertrag beim TV-Sender nicht verlängert wird. Raab dreht dem Sender zudem wieder den Rücken zu, indem er seinen "Free ESC" am 15. Mai wieder auf ProSieben ausrichtet.

Dabei war er bei der "Täglich frisch geröstet"-Produktion stets persönlich anwesend, so wurde es zumindest stets im Intro zur Show angepriesen: "'Täglich frisch geröstet' wird Ihnen präsentiert von Stefan Raab. Er sitzt wirklich in der Regie und frisst Chips", verlautbarte der ehemalige "TV Total"-Sprecher vor jeder Folge, dazu wurden die Konturen von Raabs Gesicht eingeblendet.

Allerdings zeigte sich Raab nie vor laufenden Kameras. Vielleicht war das auch einer der Gründe, weshalb die Sendung am Ende scheitern musste. Die vorletzten Gäste, die Knossi in dieser Woche begrüßen durfte, sorgten mit ihrem Geschenk nun aber für feuchte Augen bei der TV-Legende.

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Knossi zeigte sich vom weinenden Raab ebenfalls geführt. Bild: Screenshot / TVNow

Knossis Gäste sorgen dafür, dass Raab weint

Am Mittwoch wird die vorletzte "Täglich frisch geröstet"-Ausgabe im Fernsehen laufen, einen Tag vorher ist die Episode auf TVNow verfügbar. Knossi forderte immer von seinen Interview-Partnern, dass sie ihm ein Geschenk mitbringen sollen – und dem sind auch bislang alle Gäste nachgekommen. So nun auch die Youtuber Dennis und Benni Wolter, die auf Youtube das Show-Format "World Wide Wohnzimmer" moderieren.

"Das ist nicht nur für dich, du wirst sehen, für wen das noch ist. Es ist selbsterklärend", kündigten die Zwillinge an, während Knossi das Geschenk auspackte. Es kam ein Schild zum Vorschein, auf dem die Umrisse von Raabs Gesicht durch Tränen ergänzt wurden. Knossalla las dazu vor, was darauf zu lesen ist:

"'Täglich frisch geröstet' wurde präsentiert von Stefan Raab. Jetzt sitzt er wieder zu Hause und frisst Chips."

Anschließend kommentierte der 34-Jährige sichtlich gerührt: "Och Mensch, so traurig wie es ist, so schön ist auch dieses Geschenk." Wie es jetzt mit Knossis gerade erst begonnener Fernsehkarriere weitergehen wird, ist noch unklar. In einem Twitch-Stream verriet er kürzlich zumindest schon, dass er alle TV-Angebote vorerst abgelehnt hätte.

Stattdessen widmet er sich wieder vermehrt Streaming-Events wie einem bereits geplanten "Mittelalter Camp" mit den Rappern Sido und Manny Marc sowie dem Youtuber Sascha Hellinger. Die drei werden in der letzten Ausgabe von "Täglich frisch geröstet" zu Gast sein.

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So sieht Jens Knossallas neuer Arbeitsvertrag aus – zumindest theoretisch. Bild: Screenshot / TVNow

Wolter-Zwillinge machen Knossi sogar ein Job-Angebot

Das ist jedoch nicht Jens' einzige Option für die Zukunft. Die Wolter-Zwillinge hatten nämlich noch ein zusätzliches Geschenk für ihn dabei. Als Dank dafür, dass Knossi den beiden zum Deutschen Comedypreis 2020 verholfen hatte, indem er die Werbetrommel für die beiden rührte, gab es einen Arbeitsvertrag für eine "Joa ganz okay bezahlte Stelle" in ihrer Show. Zu seinen Aufgaben würden demnach "Beschwerde-Faxe beantworten", "Drucker-Toner wechseln" und "Firmen-Sportwagen umparken" gehören.

Das Angebot würde zudem enden, wenn Knossi einer "Let's Dance"-Teilnahme zustimme. Seine Reaktion auf den Vertrag war ebenso scherzhaft: "Direkt neue Arbeitsstelle. Dann komme ich nochmal am Arbeitslosengeld II vorbei!"

(cfl)

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