Wirtschaft

Einigung im Bahnstreit – keine Streiks bis 2021

Die Kunden der Deutschen Bahn können endgültig aufatmen. Weil nun auch die Lokführer neuen Tarifverträgen zustimmen, sind Streiks bei dem Staatskonzern bis ins Jahr 2021 erst einmal ausgeschlossen.

Nach der Einigung mit der Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) ist das Unternehmen nun auch mit den Lokführern der GDL einig geworden. Beide Seiten verständigten sich am Freitag in Frankfurt am Main auf einen langfristigen Tarifvertrag bis Ende Februar 2021, wie beide Seiten mitteilten. Das steht drin:

In den Verhandlungen mit der GDL ging es zuletzt auch um den Umgang mit digitalen Arbeitsmitteln. "Wir lehnen es ab, dass unsere Leute rund um die Uhr erreichbar sein sollen", hatte GDL-Chef Claus Weselsky vor dem Beginn der Gespräche erklärt. Die GDL hatte im Dezember die Tarifverhandlungen zunächst für gescheitert erklärt – zuletzt aber verkündet, sie habe von der Bahn ein verbessertes Angebot erhalten.

Mit der konkurrierenden EVG hatte sich die Bahn im Dezember schon auf einen Abschluss verständigt. Die Laufzeit mit beiden Gewerkschaften beträgt nun 29 Monate bis Ende Februar 2021. So lange sind auch die Fahrgäste der Bahn vor Streiks geschützt.

Von den rund 160.000 Tarifbeschäftigten der Bahn gehören rund 36.000 zum Fahrpersonal, dessen Belange von beiden Gewerkschaften vertreten werden. Die Bahn will in getrennten Verhandlungen widerspruchsfreie Abschlüsse erreichen, die sich aber in Details durchaus unterscheiden können. In der betrieblichen Praxis werden dann die Regelungen für das gesamte Fahrpersonal einheitlich gleich angewendet. Verhandlungserfolge der EVG kommen so auch GDL-Mitgliedern zugute und umgekehrt.

(dpa)

0
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
0Alle Kommentare anzeigen

"Halt die Fresse, du erbärmliche Frau": Flugzeug-Crew droht 22-Jähriger mit Rausschmiss

Emily O'Connor wollte am 2. März eigentlich nur in die Ferien auf die Kanarischen Inseln fliegen. Voller Vorfreude passierte die 22-jährige Engländerin den Sicherheitsbereich am Birminghamer Flughafen.

Als sie dann in ein Flugzeug des Reiseveranstalters Thomas Cook stieg, erlebte sie eine böse Überraschung. Laut der "Washington Post" umzingelten mindestens vier Besatzungsmitglieder O'Connor, drohten ihr an, sie aus der Maschine zu werfen.

Der Grund: Ihre Kleidung sei "unangemessen" und …

Artikel lesen
Link zum Artikel