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View of a fire in the city of Humaita, located in the southern state of Amazonas, Brazil, 08 September 2019. Fire in the Amazon !ACHTUNG: NUR REDAKTIONELLE NUTZUNG! PUBLICATIONxINxGERxSUIxAUTxONLY Copyright: xFernandoxBizerraxJr.x AME5163 20190909-637036061880261699

Bild: imago images / Agencia EFE

Forscher warnen: Waldvernichtung in Brasilien in einem Jahr fast verdoppelt

Die Vernichtung der Regenwälder im brasilianischen Amazonasgebiet hat sich nach Behördenangaben innerhalb eines Jahres nahezu verdoppelt.

Allein im August wurden Satellitendaten zufolge 1700 Quadratkilometer Amazonas-Regenwald vernichtet, mehr als dreimal so viel wie im August 2018. Die Experten gehen davon aus, dass bis zum Jahresende insgesamt 10.000 Quadratkilometer Wald zerstört werden.

Der ultrarechte brasilianische Staatspräsident Jair Bolsonaro ist eng mit der Agrarlobby verbündet und hat Umweltschutzauflagen gelockert: Brasilianische Bauern durften zuletzt nicht mehr fünf, sondern 20 Hektar Fläche abbrennen. Die Behörden, die illegale Rodungen verhindern sollen, wurden unter Bolsonaro geschwächt. Immer größere Waldflächen werden gerodet und anschließend abgebrannt, um Platz für die Landwirtschaft und Viehzucht zu machen.

Von Januar bis Ende August wurden in Brasilien nach Angaben von Inpe insgesamt 88.816 Feuer registriert, davon mehr als die Hälfte im Amazonasbecken. Das ist die höchste Zahl seit 2010, als im gesamten Jahr mehr als 132.000 Waldbrände gezählt wurden. Experten befürchten, dass die Zahl der Brände im Amazonasgebiet in diesem Monat noch zunehmen wird. Demnach liegt der Höhepunkt der Rodungen im Juli, die der anschließenden Brände im September.

(pb/afp)

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