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Winter-Szenen in Sibirien. voilok/instagram

"Sieht so der Schnee in der Hölle aus?" – in Sibirien rieselt schwarzer Schnee vom Himmel

In der sibirischen Region Kuzbass, in der sich eines der größten Kohlefelder der Welt befindet, schneite es in diesen Tagen. Das wäre nicht weiter bemerkenswert – doch bei dem, was da vom Himmel fiel, handelte es sich um schwarzen Schnee.

Bewohner in der Nähe des Bergwerks posten in diesen Tagen zahlreiche Videos, in denen ganze Straßen und Stadtteile mit der ungewöhnlichen , "schwarzen Pracht" bedeckt sind. ("Guardian")

Ein Umweltphänomen mit dramatischen Folgen: Das Risiko an Krebs, spastischer Zerebralparese oder Tuberkulose zu erkranken ist in Kuzbass deutlich höher als im Rest Russlands.

Ein Umweltaktivist gegenüber dem "Guardian":

"Es ist hier im Winter schwieriger, weißen Schnee zu finden als schwarzen Schnee ."

Weiter berichtet der Umweltschützer: "Es liegt immer viel Kohlenstaub in der Luft. Wenn Schnee fällt, wird der Kohlenstaub sichtbar. Den Rest des Jahres kann man den Staub nicht sehen, aber er ist immer noch da."

Auf Twitter fragt ein Nutzer: "Sieht so der Schnee in der Hölle aus?"

Russischen Klimaschützern zufolge, die in dem autoritär regierten Land unter zahlreichen Repressionen zu leiden haben, enthält der Staub eine Vielzahl von gefährlichen Schwermetallen, darunter auch Arsen und Quecksilber.

(pb/ag)

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    Alle Leser-Kommentare
  • Gerhard Koppermann 19.02.2019 11:38
    Highlight Highlight In Deutschland regt man sich über wenige Milligramm auf und überall auf der Welt gibt es solche Dinge.
    In den Nachbarländern werden unsere Diesel PKW gefahren und neue Atomkraftwerke gebaut oder weiter betrieben,glaubt man denn,dass diese Umweltgase einen Bogen um Deutschland machen oder uns eine Katastrophe eines Reaktors in Frankreich oder Tschechien keinen Schaden zufügen?Macht dem Europa Elend endlich ein Ende.

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